Die Bibel und die Bücher

Im Mittelunkt evangelischer Kirchen liegt seit jeher selbstverständlich das „Buch der Bücher“. Die Bibel ist an sich schon eine Bibliothek mit Schriften, die über einen Zeitraum von rund 1000 Jahren entstanden sind. In den folgenden mehr als 1000 Jahren wurde die christliche Bibel zu „der“ kulturprägenden Grundlage Europas.

In den letzten 700 Jahren hat sich die Literatur dann aber vom Korsett kirchlichen Bevormundung befreit und im Gefolge von Renaissance und Aufklärung zunehmend selbständig entwickelt.

Wie der Heilige Geist sich nicht in Kirchenmauern einfangen lässt, gibt es Bücher, die diesen Geist besser zuweilen ausdrücken als manche Predigt. Und dabei sind durchaus auch Bücher mitgemeint, die überhaupt keinen kirchlichen, christlichen, religiösen oder spirituellen Bezug haben – und trotzdem inspirierende Gedanken und heilsame Sichtweisen in die Welt tragen.

Die „Kirche der Bücher“ will sich dieser Weite bewusst öffnen. Wir erheben nicht den Anspruch, dass Vergleichbares in allen Kirchen geschehen sollte. Aber wir sehen unseren Weg als „eine“ Möglichkeit, dem Geist Gottes durch die Zeit zu folgen.