Bauliches

Die Kirche

Das von 1775-79 errichtete Bauwerk ein Zeugnis des Klassizismus und stellt sich mit seinen vielen klaren Fenstern als Tempel aufgeklärten Geistes dar. In seiner schnörkellosen Schlichtheit entspricht der Kirchenraum aber auch der waldensischen Tradition, die zum Teil bewusst auf Kirchbauten verzichtet hat.

Ohne den minimalen Dachreiter würde sich das Kirchlein, das bis heute das Straßendorf genau in der Mitte teilt, kaum hervorheben.


Umgestaltung

Trotz seiner Schlichtheit hat das Kirchlein ein freundliches Inneres und vermittelt von allem unter der Empore eine Atmosphäre der Geborgenheit. Genau diesen Raum haben wir 2026 für vielfältigere Nutzung umgestaltet.

Unter der Empore wurden insgesamt drei Kirchenbänke entfernt und sachgerecht eingelagert. Das ermöglichte den Einbau von seitlichen Bücherregalen, die ein Schreiner aus Eichenholz gefertigt hat. Inzwischen füllen sich die Fächer nach und nach mit Lesenswerte.

Mit den verbliebenen Bänken, einem behaglichen Lesesessel und einer veränderten Beleuchtung ist hier eine „Bücher- und Lesehöhle“ entstanden, wo Gemeindeglieder außerhalb von Veranstaltungen in Ruhe schmökern können. Aber auch Menschen aus der Umgebung, Fahrradfahrer, Wanderer oder Urlaubern steht die Kirche als Ruhe- oder Raststation offen.

Durch die Entnahme der Bänke ist im Eingangsbereich eine Bewegungsfläche entstanden, die bei den Veranstaltungen natürlich auch bestuhlt werden kann.

Die Klarheit und der Charakter des übrigen Gotteshauses wird durch die Umgestaltung nicht angetastet. Die Kirche lädt weiterhin zum Innehalten, zu Gebeten und zum Hören biblischer Geschichten ein, z. B. am Karfreitag oder Heilig Abend. Und sie bleibt ein Ort für Taufen, Trauungen und auch Trauerfeiern.