Designerlampe in der Kirche der Bücher

Die räumliche Umgestaltung der „Kirche der Bücher“ hat begonnen. Ziel ist es, die literarische Widmung des Raums auf Dauer sichtbar zu machen, ohne dass der sakrale Charakter der kleinen Kirche aufgehoben wird.

Ende November gingen die Elektroarbeiten vonstatten, die für den Betrachter vor allem durch die Beleuchtung sichtbar werden. Die seitlichen Pendellampen wurden durch zwei schmale Strahler ersetzt, die sowohl als Bankbeleuchtung dienen als auch zur unauffälligen Bühnenbeleuchtung umgeschwenkt werden können.

Das zentrale und durchaus symbolische Element aber ist die Zettel’z Leuchte des Münchner Designers Ingo Maurer, die nun über dem Altar und vor der Kanzel hängt. In unregelmäßigen Abständen um die zentrale Lichtquelle herum, sind an langen, sehr dünnen Edelstahlstäben beschriftete Blätter aus Japanpapier befestigt.

In dieser schwebend-leichten Entfaltung spiegelt die Leuchte etwas von Gottes Geist wieder, der – vom zentralen Licht Gottes durchleuchtet – in vielen Sprachen weht, wie er will. Das entspricht dem zentralen Gedanken der „Kirche der Bücher“, die darauf vertraut, dass der Hl. Geist in ganz verschiedenen Texten auf oft unerwartete Weise wirkt.